DOAG 2026 Datenbank mit Cloud Infrastructure: Die Heide ruft!

  • Erstellt von Martin Meyer
  • Oracle, Konferenz, Infrastruktur, Datenbank

Unsere Datenbank-Konferenz fand diesmal im Heide Park Soltau statt. Internationale Referentinnen und Referenten trafen in den stimmungsvoll gestalteten Konferenzräumen des Abenteuerhotels auf ein interessiertes Publikum.

Der persönliche Austausch mit alten und neuen Bekannten entfaltete wieder seinen Reiz und auch das Networking kam neben einem hochkarätigen und abwechslungsreichen Vortragsprogramm, das vielfältige neue Erkenntnisse und Einblicke versprach, nicht zu kurz. 

Zur DOAG 2026 Datenbank mit Cloud Infrastructure sowie zur parallel am 18. Mai startenden APEX connect begrüßten am Montag DOAG Vorstand Infrastruktur und Middleware Philipp Berg, DOAG Vorstand Datenbanken Christian Trieb sowie DOAG Themenverantwortlicher Low-Code und APEX connect Niels de Bruijn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum großen Wiedersehen im Captain Hook im zentralen Atrium des Heide Park Abenteuerhotels. 150 Gäste aus der Datenbank-Community und 350 aus der APEX-Community fanden ihren Weg nach Soltau.

Die Besucherinnen und Besucher der Datenbank-Konferenz konnten aus rund 50 Vorträgen zu ihren Lieblingsthemen Datenbank, Cloud-Infrastruktur und Engineered Systems ihre Favoriten wählen. Die Teilnehmenden erfreuten sich am persönlichen Wiedersehen und der Möglichkeit, sich auszutauschen und spannende Sessions von internationalen Speakern live auf der Bühne erleben zu können. 

Fachlichen Austausch gab es auch bei den 10 Ausstellern und Sponsoren, die ihre Lösungen im zentralen La Tortuga präsentierten. Mit dabei waren auch die beiden NGOs Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Deutschland e.V. und Freie Ukraine Braunschweig e.V. mit Informationsständen, freundlichem Personal und anschaulichem Material.

Die Highlights des ersten Tages

Nach einer Begrüßung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den beiden Konferenzen starteten die Sessions in den Sälen des Abenteuerhotels im Heide Park Soltau.

Dirk Tschentscher gehörte zu den ersten Referenten. Im Rahmen seiner Session Index unusable – warum und was nun? demonstrierte er in einer Live-Demo, was man tun kann, um die gefürchtete Fehlermeldung "ORA-01502: index ‘user,indexname’" zu verhindern oder zumindest seltener auftreten zu lassen.

In seinem Vortrag Oracle Hybrid Dataguard Migration: Der Weg in die Cloud ohne TDE? zeigte Alexander Giesbrecht, wie Oracle Dataguard in hybriden Architekturen eingesetzt werden kann, um geschäftskritische Daten sicher und hochverfügbar von einer On-Premises-Umgebung in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zu replizieren.

In seiner Session Mission 26ai Upgrade On-Prem vermittelte Sascha Schäfer im voll belegten Saal Curacao einen praxisnahen Leitfaden zur Identifikation notwendiger Voraussetzungen sowie zur Wahl der optimalen Upgrade-Strategie für die eigene Umgebung.

Christian Gohmann stellte den vielen Interessierten in seiner Session Deep Dive in RMAN Backup den Recovery Manager (RMAN) von Oracle vor, der DBAs die Sicherstellung der Wiederherstellbarkeit einer Datenbank im Falle eines Fehlers oder Verlustes ermöglicht.

Zur Mittagszeit luden Matthias Jung und Christian Trieb zur Diskussionsrunde Roundtable: Der DBA. Vom Hüter der Datenbank zum Mitgestalter der Data Governance ein.

Martin Bach zeigte in Dafür habe ich keine Zeit, lass uns das automatisieren am frühen Nachmittag, wie sich mit Terraform, Ansible und den Oracle REST Data Services Routineaufgaben in der Datenbankadministration automatisieren lassen.

Die wichtigsten Oracle AI Database Hochverfügbarkeits-Funktionen im Überblick stellte Markus Michalewicz vor großem Auditorium im Curaco vor. Insbesondere veranschaulichte er, wie sich mit Oracle AI Database 26ai Verfügbarkeit, Stabilität und Betriebssicherheit geschäftskritischer Datenbankumgebungen weiter verbessern lassen.

In einem der letzten Vorträge des ersten Tages zeigte Daniel Bollinger in Linux-basierte High-Availability für die Standard Edition mit DRBD und Corosync eine kosteneffiziente und robuste Möglichkeit, eine hochverfügbare Oracle-Datenbankumgebung allein mit Linux-Bordmitteln aufzubauen.

Der Abend

Nachdem noch eine Happy Hour sponsored by Oracle die durstigen Besucherinnen und Besucher im La Tortuga erfreute, hieß es am Abend: Stilvolles Abendessen der Datenbank Community im Western-Saloon Bulls & Bandits. Alle Gäste genossen eine vielfältige Auswahl an herzhaften Speisen und einen besonderen Abend mit interessanten Gesprächen in entspannter Atmosphäre.

Die Highlights des zweiten Tages

Zum Auftakt des zweiten Konferenztages sprach Connor McDonald in seiner Keynote The Innovation Continues – More 26ai features, More 100% demo, Zero Slides über Oracle 26ai und zeigte auf beeindruckende Weise, wie sich Fähigkeiten zur Entwicklung erstklassiger Anwendungen und Datenbankverwaltung auf ein neues Niveau heben lassen.

Sven Illert verdeutlichte den zahlreichen Anwesenden in Grid Infrastructure 26ai die Besonderheiten und Änderungen seit Version 19c und berücksichtigte dabei Features wie Ressourcen für PDBs und der Generic Application Cluster.

Andreas Jordan berichtete in seinem Vortrag Ein Bild sagt mehr als 1000 Zeilen – Oracle AWR mit PowerShell visualisieren aus seinen Projekten, in denen er Daten mit Hilfe von PowerShell automatisiert in Exceldateien zu einer umfangreichen Sammlung an Grafiken verwandelt hat.

Einen Workshop AI Vector Search in der Oracle Database 26ai bot Markus Kißling im Captain Hook an. Die Teilnehmenden konnten die gezeigten Code-Beispiele parallel zur Session auf ihren eigenen Laptops ausführen und so im Anschluss sehr einfach auf die eigene Umgebung übertragen.

Mittags sorgten dann Markus Michalewicz mit Oracle AI Database 26ai On-Premises – Was Sie jetzt wissen müssen und Martin Berger mit Upgrades mit dem Dampfhammer: Wenn Ansible und AutoUpgrade aufräumen für volle Vortragsräume.

In seiner Präsentation Query Performance Tuning: Schnelle Suche eines Workarounds zeigte Clemens Bleile anschließend Möglichkeiten, um schnellstmöglich einen Workaround für eine langsame Query zu finden, während Dr. Ralf Laichinger über seinen Kubernetes-Selbstversuch eines DBA berichtete.

In seinem Vortrag DB-Performance-Tuning: Feuer löschen oder Brandursachen bekämpfen? erläuterte Peter Ramm, wie sich mit dem freien Analyse-Tool “Panorama” Performance-Probleme in der DB oftmals unerwartet einfach lösen lassen.

Zum Abschluss von zwei intensiven Konferenztagen spendierte Oracle nochmals eine Happy Hour mit leckeren Getränken.

Fazit

Die diesjährige DOAG 2026 Datenbank mit Cloud Infrastructure stand im Licht des besonderen Ambientes des Abenteuerhotels im Heide Park Soltau. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten die inspirierende Atmosphäre einer neuen Event-Location und das abwechslungsreiche Konferenzprogramm. Die parallel stattfindende dreitägige APEX connect 2026 (Bericht folgt) bot Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit – auch dank eines attraktiven günstigen Kombi-Tickets –, gleich beide Veranstaltungen zu besuchen. Das Treffen und der Austausch mit der APEX-Community wurde von Teilnehmenden begrüßt und geschätzt.

Referent Stefan Oehrli formulierte sein persönliches Fazit so:

Die DOAG DB 2026 bot genau das, was diese Konferenz seit jeher auszeichnet: Fokussierte Oracle-Inhalte, ein kompaktes Format, das den Austausch innerhalb der Community fördert, und die richtige Mischung aus technischer Tiefe und persönlichem Austausch. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr – und hoffentlich können wir dann mit dem Bus anreisen.

Nachlese

Angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern stehen unter dem Menüpunkt On-demand-Agenda auf unserer Website die Vortragsunterlagen und -aufzeichnungen zur Verfügung.

On-demand-Ticket

Solltet ihr die DOAG 2026 Datenbank mit Cloud Infrastructure verpasst haben, dann erhaltet ihr mit unserem On-demand-Ticket für ein Jahr ab Kauf Zugriff auf alle Vortragsunterlagen und -aufzeichnungen.

Save the Date

Die DOAG 2027 Datenbank mit Cloud Infrastructure findet am 26. und 27. Mai 2027 im Hotel Van der Valk in Düsseldorf statt. Aufgepasst: Es sind dafür ab sofort Super-Saver-Tickets bis 15.12.2026 erhältlich!

Encore

Wenn ihr im Herbst vom 17. bis 19. November 2026 an unserer großen Anwenderkonferenz in Nürnberg mit eurer Präsentation teilnehmen möchtet, dann empfehlen wir euch, den noch bis zum 8. Juni geöffneten Call for Papers zu nutzen. Seid als Referentin oder Referent mit eurem Vortrag dabei und gestaltet die Konferenz mit.

© Martin Meyer
© Moritz Rissmann
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